Recht & Pflichten

Whistleblower noch weitgehend ungeschützt

Die EU-Whistleblower-Richtlinie soll die Aufdeckung von Missständen verbessern und musste bis Ende 2021 in nationales Recht umgesetzt werden.

10. Juli 2022 2 Min. Lesezeit Autor Mauracher Simon
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flustron Wortmarke als Titelbild zum Beitrag ueber weiterhin unzureichenden Schutz fuer Whistleblower.
Die EU-Whistleblower-Richtlinie soll die Aufdeckung von Missständen verbessern und musste bis Ende 2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur EU-Richtlinie.

Das Wichtigste in Kürze:

Whistleblower noch weitgehend ungeschützt hilft Unternehmen dabei, Pflichten, Umsetzung und Risiken sauber einzuordnen. Die EU-Whistleblower-Richtlinie soll die Aufdeckung von Missständen verbessern und musste bis Ende 2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Im Fokus stehen die wichtigsten Praxisfragen, damit Verantwortliche schneller erkennen, was jetzt wichtig ist und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Die EU-Whistleblower-Richtlinie, die zu einer besseren Aufdeckung von Missständen beitragen soll, musste bis Ende 2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur EU-Richtlinie.

Durch die Umsetzung der Richtlinie sollen MitarbeiterInnen vor Kündigungen oder Mobbing im Zuge einer Offenlegung von Missständen geschützt sein. Ein weiteres Ziel ist es, die Transparenz im privaten und öffentlichen Sektor zu erhöhen und so vermehrt Missstände zu vermeiden oder aufdecken zu können.

In vielen größeren Unternehmen ist es bereits schon gang und gäbe, dass ein interner Meldekanal Teil ihres Compliance-Management-Systems ist. Bei Klein- und Mittelunternehmen (KMU) herrscht jedoch diesbezüglich noch Aufholbedarf. Die Richtlinie und ihre nationale Umsetzung betreffen jedoch ebenfalls Unternehmen ab 50 Beschäftigten. Damit zeigt sich klar, dass Hinweisgeberschutz längst nicht nur ein Thema für Großunternehmen ist.

Auch der öffentliche Sektor ist von der Richtlinie betroffen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben in Österreich aber nur wenige die Richtlinie umgesetzt. Ausgenommen werden nur jene Gemeinden, die weniger als 10.000 Einwohnern oder weniger als 50 MitarbeiterInnen haben.

Die Gemeinde Wien kann bei der Umsetzung der Richtlinie als Vorbild genannt werden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Wiener Whistleblower-Plattform bringt mehr Transparenz.

Bei einer ersten Betrachtung wirkt es so, dass die Vorgaben der Whistleblower Richtlinie insbesondere für KMUs und kleinere Gemeinden sehr aufwändig sind. Jedoch wird bei einer genaueren Betrachtung ersichtlich, dass die Vorteile, die ein interner Meldekanal mit sich bringt, überwiegen. Nicht nur die erhöhte Transparenz innerhalb des Unternehmens wirkt sich positiv aus. Durch das frühzeitige Aufdecken von Missständen können finanzielle Schäden sowie Reputationsschäden verhindert werden.

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Nächster sinnvoller Schritt

Wenn Sie das Thema jetzt praktisch angehen wollen, sind das die sinnvollsten nächsten Schritte.

Autor

Mauracher Simon

Mauracher Simon schreibt bei flustron über Hinweisgebersysteme, digitale Meldeprozesse und praktische Compliance-Umsetzung. Sein Fokus liegt auf verständlichen Inhalten, klaren Abläufen und nutzerfreundlicher Kommunikation rund um Whistleblowing und Compliance.

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